Perspektive Wandel – Zwischenbericht „Digitale Schule 2020“

Am 28. Juni 2018 gewährten die Modell- und Netzwerkschulen in der Pinakothek der Moderne Einblick in ihre bisherige Arbeit und in erste Ergebnisse.

Acht Modell- und zwölf Netzwerkschulen aus ganz Bayern entwickeln seit dem Schuljahr 2017/18 im Rahmen des Modellversuchs „Digitale Schule 2020“ Konzepte, wie der Mehrwert digitaler Medien für alle Klassen, Fächer und Jahrgangsstufen gut genutzt und Medienkompetenz bei den Schülerinnen und Schülern nachhaltig und umfassend aufgebaut werden kann. Ziel ist die Entwicklung eines Gesamtkonzepts mit konkreten Umsetzungsstrategien. Die Ergebnisse sollen als Orientierungshilfe für andere Schulen und auch Entscheider in Kommunen und Verwaltung dienen.

Die Veranstaltung begann mit einer hochkarätig besetzten Gesprächsrunde, an der Staatssekretärin Anna Stolz, Bertram Brossardt (Hauptgeschäftsführer der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V.), Prof. Dr. Ingo Kollar (Universität Augsburg) und Jürgen Böhm (1. Vorsitzender des Bayerischen Realschullehrerverbands) teilnahmen.
Dabei wurden verschiedene Aspekte zu „Schule und Bildung im Wandel“ beleuchtet: Gelingensbedingungen, Lehrerausbildung und -fortbildung, Vorteile durch digitale Medien und Herausforderungen.

Vor den geladenen Entscheidungsträgern und Multiplikatoren für Digitalisierung im Bildungsbereich präsentierten dann Lehrkräfte der Modell- und Netzwerkschulen, wie sie Digitalisierung pädagogisch verantwortlich gestalten. Das kann z. B. geschehen, indem der Fachunterricht durch neue Technologien wie Augmented Reality fortentwickelt, ein Konzept für Informatik an der Grundschule entworfen und umgesetzt wird sowie Coding und Robotik angeboten werden. Auch ein Beispiel für die Gestaltung einer Lernsituation, in denen Schüler aktiv, kooperativ und selbständig mit und über digitale Medien arbeiten und lernen, wurde gezeigt.
Dass sie schon viel Medienkompetenz besitzen, bewiesen die Medientutoren der Mittelschule Neunburg v. Wald eindrucksvoll, als sie ihre Aufgabenbereiche vorstellten.

Nachdem Prof. Dr. Roland Rosenstock (Universität Greifswald) über Werteerziehung in der digitalen Schule referiert hatte, legten die Schulleiter Markus Bölling und Michael Graf dar, wie der Weg zum Wandel gelingen kann. Dabei gingen sie auf IT-Ausstattungskonzepte, mögliche und gewinnbringende digitale Prozesse sowie die Organisation von Fortbildungen und die Führung des Kollegiums ein. Auch die Ausbildung von Lehrkräften im Seminar war ein Thema; Kai Wörner stellte das Konzept DiBiS (Digitale Bildung im Seminar) vor. Abschließend amüsierte Zauberkünstler Thomas Fraps das Publikum, indem er – auch mit digitalen Medien – zeigte, dass die Realität eine sehr hartnäckige Illusion ist.

Einsatz digitaler Medien im Unterricht

Wege zum Wandel

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