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Am 16./17. Mai 2019 trafen sich die Lehrkräfte der gesellschaftswissenschaftlichen Fächer im Schulversuch „Digitale Schule 2020“ in Landshut zur zweiten Arbeitstagung in diesem Schuljahr. In zwei Vorträgen wurden die große Bedeutung sozialer Netzwerke für Jugendliche und Phänomene derselben thematisiert. Dr. Claudia Riesmeyer vom Institut für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung betonte in ihrem Vortrag „Jugendliche, Medien und Extremismus als Herausforderung für den Schulalltag“, wie wichtig es sei, dass Schule als Instanz der Mediensozialisation Verbreitungs- und Manipulationsstrategien extremistischer Gruppierungen im Rahmen der Medienbildung aufzeigt.
Neben Stärkung der Medien- und Politikkompetenz sowie Selbst- und Sozialkompetenz müssten an Schulen Zeit und Ort für Gespräche gefunden werden, um Phänomene in sozialen Netzwerken und das eigene Verhalten zu reflektieren und sich auszutauschen. Als (un-)heimliche Miterzieher unserer Kinder bezeichnete Matthias Lange (Redaktion42) die sozialen Netzwerke. In seinem Beitrag ging er auf Chancen, verstärkt auf Risiken von Facebook, Twitter und Co. ein; diese veranschaulichte er durch höchst aktuelle und bedenkliche Beispiele zu Hate Speech, Deep Fakes und Echokammern. Nach Beispielen für Messenger-Projekte im Geschichts- und Sozialkundeunterricht erweiterten die Teilnehmer ihr Wissen im Bereich Informatik und künstliche Intelligenz, bevor dann reflektiert und fixiert wurde, wo im Medien-Methoden-Curriculum die Inhalte der Tagung verankert und im Unterricht umgesetzt werden können.

Ansprechpartner

Eva Stolpmann
Tel.: 089/2186-2083
E-Mail: eva.stolpmann@stmuk.bayern.de


Digitale Schule 2020

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