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Kürzlich fand bereits die 10. Arbeitstagung des Modellprojektes „Perspektive Beruf für Asylbewerber und Flüchtlinge“ in den Räumen des Bayerischen Kultusministeriums statt. Neben der Vorstellung der aktuellen Evaluationsergebnisse lag der inhaltliche Schwerpunkt diesmal auf der Thematik „Demokratie- und Werteerziehung“.

Dazu stellte Herr Prof. Simojoki von der Universität Bamberg die Ergebnisse aus seiner Studie zur religionssensiblen Bildung in Berufsintegrationsklassen vor. Eine zentrale Erkenntnis der Untersuchung ist, dass Geflüchtete eine stärkere Religiosität aufweisen als andere Schüler, sich dies aber im Schulalltag eher weniger bemerkbar macht. Darüber hinaus gewährte Sabine Exner-Krikorian von der Eugen-Biser-Stiftung einen Einblick in ein aktuell laufendes Projekt zum Umgang mit Vielfalt an beruflichen Schulen. Sie hob dabei hervor, wie wichtig es ist, sowohl Lehrer als auch Schüler für den interreligiösen bzw. interkulturellen Dialog zu befähigen – gerade vor dem Hintergrund einer immer heterogener werdenden Gesellschaft.
Dr. Veronika Kron-Sperl (ISB), Pippa Gschwind (ISB) und Maria Simml (TU München) präsentierten die aktuellen Zwischenergebnisse aus der Evaluation zum Modellprojekt. Dabei zeigte der quantitative Teil der Erhebung, dass im Schuljahr 2017/18 rund 53% der Schüler aus den Modellschulen nach der Beschulung in den Berufsintegrationsklassen in ein beruflich orientiertes Anschlussangebot (z. B. Berufsausbildung, Erwerbstätigkeit) vermittelt werden konnten.
Neben den fachlichen Vorträgen bot die Arbeitstagung auch Raum für den Austausch zwischen den Modellschulen, bei dem wiederum auf die Wertevermittlung im Unterricht eingegangen wurde, aber auch eine Thematisierung anderer schulischer Handlungsfelder (z. B. selbstorganisiertes Lernen) stattfand.

Ansprechpartner

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