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Treffen der 21 Modellschulen in Herrsching am Ammersee

Um den Start des Modellprojekts „Perspektive Beruf für Asylbewerber und Flüchtlinge“ im Schuljahr 2015/2016 vorzubereiten, trafen sich die 21 ausgewählten Berufsschulen am 13./14. Juli 2015 zu einem ersten Arbeitstreffen in Herrsching am Ammersee.

Zum Auftakt der Veranstaltung bot der Migrationsforscher Prof. Dr. Anderson von der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg einen Überblick über das ganze Spektrum an Herausforderungen bei der Beschulung von Asylbewerbern und Flüchtlingen an der Berufsschule. Diese reichen von berufspädagogischen Gesichtspunkten, über die Sprachförderung, eine gezielte sozialpädagogische und interkulturelle Beratung der Jugendlichen, aber auch von Ausbildungs- und Praktikumsbetrieben, bis hin zur psychologischen Betreuung zur Bewältigung von Traumata. Entsprechend wichtig sei es, die verschiedenen Aspekte im Blick zu haben, sprach- und kultursensibel zu agieren und hierzu auch ein multiprofessionelles Netzwerk zu pflegen.

Aufbauend auf den Impulsen von Prof. Dr. Anderson teilten sich die Teilnehmer am zweiten Tag der Veranstaltung auf drei Workshops auf, die von Prof. Dr. Alfred Riedl und Barbara Baumann (beide TU München), Sabine Reiter (Tür an Tür Integrationsprojekt GmbH) und von Michael Bäumler (Stiftung Bildungspakt Bayern) geleitet wurden.
Dort führten die Vertreter der Schulen eine Ist-Stands-Analyse zu bisherigen Aktivitäten und deren Beitrag zur Erlangung beruflicher Handlungskompetenz durch. Außerdem legten die Teilnehmer erste schulisch beeinflussbare Handlungsfelder und mögliche schulspezifische Teilziele für das Projekt fest.

In einem nächsten Schritt geht es nun darum, bis zum Schuljahresbeginn schulspezifische Projektstrukturen und Handlungsfelder festzulegen und eine Priorisierung der zu bearbeitenden Teilziele vorzunehmen.

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